| Geschichte der Stadt Stade Geschichtliche Ereignisse in und um Stade siehe auch Stader Stadtgeschichte im Schwedenspeicher-Museum | ![]() |
| 840 / 880 | Die Grafen von Harsefeld werden mit dem Schutz des Gau Heilangau (Harsefeld, Heeslingen, Elstorf, Bremervoerde, Stade, Buxtehude, Harburg, Altes Land, Kehdingen) beauftragt.
Die Markt- und Hafensiedlung Stade am Elbenebenfluß Schwinge, etwa 4 km vom Hauptstrom entfernt, wird spätestens von den fränkischen Eroberern am Ende des 8. Jahrhunderts angelegt. |
| 994 | Die Askomannen (Wikinger-Stamm) fallen plündernd in den Unterelberaum ein.
Auf der Suche nach einer entflohenen Geisel kommen sie auch nach "Stethu" (Stade). |
| 1010 | Bau der Stader Burg durch Heinrich II. Graf von Harsefeld auf dem Spiegelberg,
in der Burg wird eine Pankratiuskapelle errichtet.. Stade wird fester Sitz des Grafen von Harsefeld, die sich infolge Grafen von Stade nennen. Nach dem Tod des letzten Grafen von Stade, der gleichzeitig Domprobst zu Bremen war, fällt die Grafschaft an das Erzstift Bremen und Verden. Die Grafschaft wird Lehen von Herzog Heinrich dem Löwen. |
| 1038 | Die Siedlung um die Taufkirche Sankt Wilhadi erhält Marktrecht und Münzrecht. |
| 1132 | Gründung de Prämonstratenserstift Sankt Georg. |
| 1209 | Stade erhält von Kaiser Otto IV. von Braunschweig, das volle Stadtrecht. |
| 1236 | Herzog Otto tritt die Grafschaft Stade wieder an das Erzstift Bremen und Verden ab.
Erzbischof Gerhard II. von Bremen wird erster kirchlicher Herrscher über die Grafschaft. |
| 1250 | Um 1250 gehört die Stadt bereits zur Hanse. Das Schwergewicht des Handels liegt auf dem Austausch von agrarischen Produkten aus dem Unterelberaum, Holstein und Jütland gegen Tuche, Gewürze und andere Luxusprodukte aus Holland und Flandern. |
| 1259 | Stade erhält das Stapelrecht. |
| 1272 | Stade erhält von Erzbischof Hildebold das Münzrecht. |
| 1279 | Der Rat und die Bürgerschaft geben sich eine eigene Verfassung.
("Stader Statuten") Es ist heute die älteste erhaltene Stadtverfassung in mittelniederdeutscher Sprache. |
| 1366 | Stade nimmt am Krieg zwischen der Hanse und Dänemark teil. |
| 1399 | Es gibt jetzt eine Apotheke in Stade. |
| 15. Jahrh. | Seit dem späten 15. Jahrhundert gibt es schwerwiegende Auseinandersetzungen um den Elbhandel, den die norderelbische Konkurrentin Hamburg mit Gewalt an sich zieht. |
| 1625 | Christian IV., König von Dänemark und Herzog von Holstein besetzt das Erzstift Bremen / Verden. |
| 27.08.1626 | Christian IV. unterliegt den Kaiserlichen Truppen und zieht sich nach Stade und Buxtehude zurück.
Im weiteren Verlauf des Niedersächsisch-Dänischen Krieges zieht sich Christian IV. weiter nach Holstein zurück. Stade bleibt von dänischen Truppen besetzt. |
| 11.10.1627 | Die Kaiserlichen Truppen nehmen Horneburg ein und belagern Stade.
Die Stader Festung, mit ihrer Besatzung von ca. 3.500 Mann, steht unter dem Kommando von Oberst Morgan. |
| 18.04.1628 | Die Kaiserlichen Truppen erhalten Verstärkung von Tilly,
der mit 12.000 Mann an der Belagerung teilnimmt. |
| 05.05.1628 | Oberst Morgan kapituliert und zieht in Richtung Holland ab.
Stade wird Hauptquartier von Tilly. |
| Januar 1644 | Der schwedische General von Königsmarck erobert Verden.
Daraufhin wird er zunächst nach Lüneburg und Mecklenburg zurückgedrängt, bevor er im Frühjahr 1645 das Alte Land, Horneburg, Buxtehude und Harschenfleth (einen Vorort von Stade) einnimmt. |
| 15.02.1645 | Erzbischof Friedrichs Truppen übergeben Stade an General Königsmarck.
Die Besetzung durch Schweden 1645 bringt einen Strukturwandel: Unter schwedischer Herrschaft wird Stade Verwaltungssitz, Garnison und Landesfestung. Der Ausbau der Festungsanlagen, die Einquartierung von bis zu 3 000 Soldaten und die von der Stadt aufzubringenden Kriegskosten führen zum wirtschaftlichen Niedergang. |
| 24.10.1648 | Das Herzogtum Bremen und das Fürstentum Verden fallen an Schweden.
Der schwedische General-Gouverneur im Herzogtum erhält seinen Sitz in Stade. |
| 28.11.1654 | Es kommt zum Vergleich von Stade.
Bremen huldigt dem schwedischen Koenig, behält jedoch seine Stadtrechte. |
| 1659 | Ein Brand zerstört zwei Drittel der Stadt. |
| 25.10.1675 | Die Kaiserlichen Truppen greifen Stade an. |
| 30.10.1675 | Die Belagerung von Stade wird abgebrochen und erst im April wieder aufgenommen. |
| 16. Jahrh. | Da der Stader Hafen für große Schiffe ohnehin zu klein wird, verfällt der Stader Fernhandel im 16. Jahrhundert weitgehend. |
| 1712 | Die Pest dezimiert die Bevölkerung. |
| 31.03.1712 | Die Dänen greifen die Herzogtümer an. |
| 07.08.1712 | König Friedrich IV von Dänemark schliesst Stade mit seinen Truppen ein
Kommandant der Stader Garnision ist Generalmajor Stackelberg. Die Besatzung besteht aus ca. 2800 Mann, ausgerüstet mit 155 Geschützen und sie wird unterstützt von etwa 1000 Mann Landmiliz. |
| 29.08.1712 | Die Dänen eröffnen mit 52 Kanonen und 38 Mörsern das Feuer auf Stade.
Bei der Beschiessung werden 152 (1/4) der Häuser zerstört. |
| 07.09.1712 | Generalmajor Stackelberg kapituliert und übergibt die Stader Garnision an den dänischen König.
Seine Soldaten, etwa noch 1000 Mann, werden dänische Kriegsgefangene. Die dänische Besatzung besteht zunächst aus 650 Mann, die durch Neuwerbungen um 1400 Mann nachträglich verstärkt werden. |
| 1715 | Stade fällt 1715 an das Kurfürstentum Hannover.
Hannoversche Truppen übernehmen in Folge eines Vertrages zwischen Hannover und Dänemark die Ganision in Stade. Die Truppen stehen unter Befehl von Oberst von Rantzow, der bis zu seinem Tode 1724 (Generalleutnant) Kommandant der Garnision ist. |
| 20.11.1719 | Nach dem Tode Karls XII von Schweden 1718 gibt das Königreich Schweden seine Ansprüche auf die Herzogtümer Bremen und Verden auf. |
| 1724 | Oberst (später Generalleutnant) Lucius wird Garnisionskommandant. |
| 1736 | Die hannoversche Regierung lässt am Sande in Stade die ersten Kasernen bauen.
Die Stadt bleibt Verwaltungssitz, ihre wirtschaftliche Kraft aber stagniert. |
| 1737 | Oberst (später Generalleutnant) Ludwig von Zastrow wird Kommandant in Stade |
| 10.09.1757 | Zevener Konventionen (Demarkationslinie im Abstand von 1/2 Meile um Stade).
Stade bleibt durch diesen Vertrag zwischen dänischen, französischen und hannoverschen Generälen weiter bei Hannover. In Stade bleiben nur ca. 5000 Hannoveraner. Der englische König erkennt die Konvention nicht an. |
| 18.06.1803 | Stade wird von den Franzosen erobert. |
| 05.07.1803 | Artlenburger Elbkonvention - Auflösung der hannoverschen Armeen.
Stade erhält eine französische Garnision von etwa 350 Mann. |
| Okt 1805 | Die französische Besatzung zieht ab, um am Feldzug gegen Österreich teilzunehmen. |
| 19.11.1805 | Englische Truppen unter Brigadegeneral von der Decken rücken in Stade ein. |
| 1806 | Pariser Vertrag.
Das Kurfürstentum Hannover fällt an das Königreich Preussen. Generalmajor von Pletz wird erster preussischer Stadtkommandant von Stade. |
| 20.10.1806 | Die preussische Garnision verlässt Stade wieder. |
| 26.11.1806 | Stade wird von französischen Truppen unter Marshall Mortier wieder besetzt. |
| 05.12.1806 | In Stade befinden sich wechselnde holländische Truppen. |
| 11/12 1807 | Spanische Truppen unter Oberst de Chebra vom Armeecorps von Marquis de la Romana ziehen durch Stade. |
| Jan 1808 | Wiedereinquartierung der Franzosen. |
| 1848 - 52 | Erste Erweiterungen der Stadt. |
| 1869 - 79 | Die Festung Grauerort wird gebaut |
| 1879 - 83 | Aufgabe der Festung und Anschluß an die industrielle Entwicklung.
Ein neuer Hafen wird gebaut und die Eisenbahn Harburg-Stade-Cuxhaven in Betrieb genommen. |
| 1932 | Der heutige Landkreis Stade wurde gebildet aus den ehemals eigenständigen Kreisen des Landes Kehdingen, des Alten Landes und der Stader Geest. |
| bis 1939 | Durch Eingemeindungen wächst die Zahl der Einwohner auf 19 000. |
| 1968 | Werner kommt als "Entwicklungshelfer" nach Stade (Süd). |
| 1972 | Fünf Umlandgemeinden werden eingemeindet und Großindustrie am Elbufer angesiedelt
Die wachsenden Steuereinnahmen ermöglichen es, die Altstadt umfassend zu erneuern und die Infrastruktur entscheidend zu verbessern. Stade hat jetzt ca. 47 000 Einwohnern und ist wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt des Elbe-Weser-Raumes. |
| 1978 | Auflösung der Bezirksregierung Stade. |
| 1998 | Beginn des Aufbaus von »»» "Werners Zentrum, für Stadt & Kreis Stade". |
| 1999 | Stade - Die Puppenstube und das Alltagsgesicht |
| 2003 | Das Atomkraftwerk Stade wurde am 14.11.2003 abgeschaltet. |
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